Heilwirkung

Der Steinklee wirkt hauptsächlich auf das Gefässsystem indem es diese abdichtet, Krämpfe löst und den venösen Rückfluss steigert. Durch die blutverdünnende Wirkung kann er bei einer Überdosierung zu Nasenbluten und Kopfschmerzen führen.

Essbare Teile und Gerichte

Beim Steinklee wird das Kraut verwendet. Die Blüten kann man zu fruchtigen Marmeladen wie Johannisbeere oder Kirsche verwenden.

Rezept: Dazu braucht man 500 g Früchte, 250 g Gelierzucker, 2-3 EL Steinkleeblüten. Zuerst streift man die Blüten vom Stängel ab und lässt 24h anwelken. Am nächsten Tag werden die Früchte gewaschen und mit dem Gelierzucker eingekocht. Bei Bedarf kann noch etwas Flüssigkeit dazugegeben werden. Zum Schluss werden die Steinkleeblüten hinzugefügt und alles püriert. In desinfizierte Gläser abfüllen und lagern.

Kulturelle Bedeutung

Durch die Erkenntnis, dass der verrottende Steinklee bei den Kühen blutverdünnend wirkt, wurde das Medikament Marcoumar entwickelt.

Wildpflanzen haben auch für die Biodiversität eine grosse Bedeutung

Sie sind zentral für Wildbienen und Schmetterlinge. Sie ernähren sich vom Nektar, legen einen Vorrat an Pollen als Nahrung für ihren Nachwuchs an oder die Pflanzen dienen als Futterpflanzen für die Raupen. Die Raupen des Steinklee-Bläulings (Polyommatus dorylas) zum Beispiel haben den Steinklee zum Fressen gern

Anwendungsbereiche

  • Blut-Lymph-System: Krampfadern, schwere Beine, Ödeme, Wadenkrämpfe, Lymphstau, Drüsenschwellung (Brust, Lymphe)

Bei der Anwendung dieser Pflanzen sollte wie bei Medikamenten immer eine Rücksprache mit einem Arzt oder Heilpraktiker erfolgen, um mögliche Nebenwirkungen zu vermeiden.

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