Heilwirkung
Das Trugdoldige Habichtskraut (Hieracium cymosum) gehört zu den selteneren Habichtskrautarten und besitzt wie seine Verwandten adstringierende, entzündungshemmende und leicht harntreibende Eigenschaften. In der Volksmedizin wurde es zur Behandlung von Atemwegserkrankungen, Magen-Darm-Beschwerden sowie zur Unterstützung der Nierenfunktion genutzt. Ausserdem gilt es als hilfreich bei Hautproblemen und kleinen Wunden.
Essbare Teile und Gerichte
Junge Blätter können roh in kleinen Mengen in Wildkräutersalaten gegessen werden, sind jedoch meist herb im Geschmack. Getrocknetes Kraut eignet sich zur Teezubereitung. Ein traditionelles Rezept zur Stärkung und bei Erkältungen ist ein einfacher Kräutertee aus Habichtskraut.
Kulturelle Bedeutung
Habichtskräuter spielten schon bei Plinius dem Älteren (23–79 n. Chr.), später auch im Mittelalter in deutschen Kräuterbüchern eine Rolle als „Augenkräuter“. Man glaubte, dass Habichte ihre Sehkraft durch diese Pflanzen stärken würden. Deshalb wurden sie symbolisch für Scharfsinn, Weitblick und Schutz genutzt. In der Volksmagie wurden sie mitunter in Kräutersträusse eingebunden.
Wildpflanzen haben auch für die Biodiversität eine grosse Bedeutung
Sie sind zentral für Wildbienen und Schmetterlinge. Sie ernähren sich vom Nektar, legen einen Vorrat an Pollen als Nahrung für ihren Nachwuchs an oder die Pflanzen dienen als Futterpflanzen für die Raupen. Infos über Bestäuber, die von dieser Pflanze profitieren, findest du auf unserer Website www.FuturePlanter.ch

Anwendungsbereiche
- Atemwegserkrankungen: Lindert Husten und wirkt schleimlösend bei Erkältungen
Anwendung: Tee aus getrocknetem Kraut, mehrmals täglich in kleinen Schlucken - Magen-Darm-Beschwerden: Zusammenziehend und beruhigend bei leichten Verdauungsstörungen und Durchfall
Anwendung: Tee oder Abkochung aus Blättern und Kraut - Nieren- und Harnwegserkrankungen: Leicht harntreibend, fördert die Ausleitung über die Nieren
Anwendung: Tee aus Kraut, kurmässig eingenommen - Hautprobleme und Wundheilung: Fördert die Regeneration kleinerer Hautverletzungen und entzündeter Stellen
Anwendung: Äusserlich als Umschlag oder Waschung mit starkem Teeaufguss - Stärkung und Regeneration: Traditionell zur allgemeinen Kräftigung nach Krankheiten oder bei Schwäche eingesetzt
Anwendung: Tee aus Kraut, einzeln oder in Kräutermischungen
Bei der Anwendung dieser Pflanzen sollte wie bei Medikamenten immer eine Rücksprache mit einer Ärztin oder Heilpraktiker erfolgen, um mögliche Nebenwirkungen zu vermeiden.
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