Heilwirkung

Die Engelwurz besitzt als Hauptwirkstoff ätherische Öle. Dank den ebenfalls enthaltenen Bitterstoffen wirkt sie verdauungsfördernd und leber-galleanregend. Sie hat einen Bezug zum Atemsystem, wo sie auswurffördernd wirkt. Generell kann sie – hauptsächlich auf Verdauungssystem und Atemtrakt – entzündungshemmend wirken. Verwendet wird hier die Wurzel.

Da die Engelwurz eine photosensibilisierende Wirkung hat, sollte nach einem Kontakt mit ihr das Sonnenlicht vermieden werden. Bei einer Schwangerschaft, Magen- und Darmgeschwüren, darf sie nicht eingenommen werden.

Essbare Teile und Gerichte

Wird in der Wildkräuterküche praktisch nicht verwendet.

Kulturelle Bedeutung

Zu Pestzeiten bekam die Pflanze ihren Namen, als ein Erzengel einem frommen Mann die Pflanze als Retter in Not präsentierte. In der Volksmedizin der nordischen Länder sollte ein Wurzelamulett um den Hals gehängt vor bösen Dämonen schützen.

Wildpflanzen haben auch für die Biodiversität eine grosse Bedeutung

Sie sind zentral für Wildbienen und Schmetterlinge. Sie ernähren sich vom Nektar, legen einen Vorrat an Pollen als Nahrung für ihren Nachwuchs an oder die Pflanzen dienen als Futterpflanzen für die Raupen.

Anwendungsbereiche

  • Verdauungstrakt: generelle Verdauungsstörungen wie Blähungen, Krämpfe, Völlegefühl, Appetitlosigkeit, auch durch Stress ausgelöste Probleme im Verdauungssystem
  • Atemwege: chronische Atemwegserkrankungen, Verschleimung der Atemwege,
  • Sonstige: Seele stärken, Menstruationsbeschwerden, Lymphknotenschwellungen

Bei der Anwendung dieser Pflanzen sollte wie bei Medikamenten immer eine Rücksprache mit einem Arzt oder Heilpraktiker erfolgen, um mögliche Nebenwirkungen zu vermeiden.

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