Heilwirkung
Die Kamille hat ein breites Wirkspektrum. Sie wirkt entzündungshemmend, krampflösend, entblähend. Ebenso wirkt sie mild beruhigend, antibakteriell, pilzhemmend und immunstimulierend.
Essbare Teile und Gerichte
Bei der Echten Kamille wird die Blüte verwendet. Sie wird häufig als Tee getrunken, findet sonst aber wenig Einsatz in der Küche.
Kulturelle Bedeutung
Der hohle Kopf der Kamille weist auf die Wirkung in den Hohlorganen hin. Dazu zählen Magen, Darm und Gebärmutter. In der potenzierten Form wie z.B. der Homöopathie wird sie bei zornigen, aggressiven und unzufriedenen Kindern angewendet.
Wildpflanzen haben auch für die Biodiversität eine grosse Bedeutung
Sie sind zentral für Wildbienen und Schmetterlinge. Sie ernähren sich vom Nektar, legen einen Vorrat an Pollen als Nahrung für ihren Nachwuchs an oder die Pflanzen dienen als Futterpflanzen für die Raupen. Bei der Echten Kamille hängen die weissen Blütenblätter nach der Bestäubung durch Wildbienen, Hummeln, Wespen, Schwebfliegen, Fliegen und Käfer nach unten. Auch Fledermäuse werden von ihr angezogen.

Anwendungsbereiche
- Verdauungstrakt: Magenkrämpfe, Blähungen, Schleimhautentzündungen der Magen-Darm-Schleimhaut, Brechreiz, Gastritis
- Urogenitaltrakt: Menstruationsbeschwerden wie Krämpfe, starke Blutungen
- Haut: Äusserliche Anwendung bei Wunden, Entzündungen im Anal- und Genitalbereich
- Sonstiges: Sinusitis, Zahnschmerzen
Bei der Anwendung dieser Pflanzen sollte wie bei Medikamenten immer eine Rücksprache mit einem Arzt oder Heilpraktiker erfolgen, um mögliche Nebenwirkungen zu vermeiden.


