Heilwirkung

Der Löwenzahn wirkt durch die enthaltenen Bitterstoffe leber- und galleanregend, was schliesslich verdauungsfördernd wirkt. Ebenso wirkt er harntreibend und stoffwechselanregend. Die Wurzel und das Kraut können als Heilpflanze angewendet werden.

Anwendungsbereiche

  • Verdauungsprobleme: Appetitlosigkeit, Blähungen, Völlegefühl, generelle Beschwerden des Verdauungstraktes
  • Leber-Galle: Leber-Galle-Funktionsschwächen (z.B. Mühe bei der Fettverdauung)
  • Cholesterinsenkend
  • Harnwege: bei Schwäche von Nieren- und Blasenfunktion, Blasenentzündung
  • Weitere: wird begleitend bei Hauterkrankungen angewendet, bei rheumatischen Erkrankungen und Gicht

Essbare Teile und Gerichte

Wurzel, Blüte, Blatt. Die Wurzel kann im Ofen geröstet und weiter zum Beispiel zu Powerballs verarbeitet werden. Durch die Röstung bekommt es einen Kakaoähnlichen Geschmack.

Mit den Blüten kann Löwenzahnhonig hergestellt werden (Kulturell werden 365 Löwenzahnbluten gesammelt). Die Blüten (der gelbe Teil) vom Kopf lösen. Zirka 2 Stunden an der Sonne trocknen. Danach zwei unbehandelte Zitronen waschen und in dünne Scheiben schneiden. Die Zitronen und den Löwenzahn mit 12 dl (Monate im Jahr) in einem Topf zum Kochen bringen und 1 Stunde zugedeckt köcheln. Anschliessend 24 Stunden Ruhezeit. Am nächsten Tag alles nochmals aufkochen, abseihen und ausdrücken. Die Flüssigkeit muss dafür aufgefangen werden. Nun kommt 1kg Zucker dazu; mit regelmässigem Rühren ca. 20min köcheln lassen, bis eine sirupartige Konsistenz entsteht. Heiss in Gläser abfüllen.

Kulturelle Bedeutung

Löwenzahn gilt als Bodenheiler. Dort wo Löwenzahn wächst, ist der Boden stark belastet und die Pflanze wirkt „entgiftend“. Mit der Wurzel bricht er verdichtete Böden auf und holt Nährstoffe, Mineralstoffe aus den tiefen Bodenschichten.

Wildpflanzen haben auch für die Biodiversität eine grosse Bedeutung

Sie sind zentral für Wildbienen und Schmetterlinge. Sie ernähren sich vom Nektar, legen einen Vorrat an Pollen als Nahrung für ihren Nachwuchs an oder die Pflanzen dienen als Futterpflanzen für die Raupen. Infos über Bestäuber, die von dieser Pflanze profitieren, findest du auf unserer Website www.FuturePlanter.ch

Bevor Sie Heilpflanzen anwenden oder in der Küche verwenden, sollten Sie sich gut informieren. Auch sie können Nebenwirkungen haben. Wir lehnen jede Haftung ab und empfehlen einen Arzt, eine Ärztin oder Heilpraktiker zu konsultieren, falls keine Besserung eintritt oder Beschwerden sich verschlimmern oder längere Zeit anhalten.

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