Heilwirkung
Die Gänseblume wirkt durch die enthaltenen Saponine schleimlösend, auswurffördernd, entzündungshemmend und stoffwechselanregend. Das Gänseblümchen wirkt grundsätzlich eher sanft.
Äusserlich angewendet hilft sie bei Juckreiz, ist wundheilend sowie entzündungshemmend.
Essbare Teile und Gerichte
Verwendet werden hauptsächlich die Blüten. Essbar ist aber auch das Kraut (Blätter und Stil). Die Blüten können als Dekoration Salate und andere Speisen verschönern.
Aus den Blüten kann ein Blütenhonig hergestellt werden wie beim Löwenzahn. Dazu verwendet man nur die Blüten, aus denen ein Tee gekocht wird, welchen man über Nacht stehen lässt. Danach werden die Blüten abgesiebt. In den Tee gibt man Zitronensaft nach Belieben. Zucker hinzufügen und kochen, bis der Honig die gewünschte Konsistenz hat. Das Verhältnis von Wasser und Zucker ist 1:1.
Kulturelle Bedeutung
Ein volkstümlicher Glaube besagt, wer die ersten drei Blüten, die er im Frühling findet, verschluckt, ist ein ganzes Jahr vor Fieber und Zahnschmerzen geschützt. Man musste allerdings die Blüte mit den Zähnen abbeissen und als ganze Blüte schlucken.

Anwendungsbereiche
- Atemwege: Husten, Erkältung, Fieber
- Haut: Milchschorf, Ekzeme, Insektenstiche, schlecht heilende kleinere Wunden, Juckreiz
- Weitere: Verdauungsbeschwerden, Stoffwechselschwäche
Wildpflanzen haben auch für die Biodiversität eine grosse Bedeutung
Sie sind zentral für Wildbienen und Schmetterlinge. Sie ernähren sich vom Nektar, legen einen Vorrat an Pollen als Nahrung für ihren Nachwuchs an oder sie dienen als Futterpflanzen für die Raupen.
Bevor Sie Heilpflanzen anwenden oder in der Küche verwenden, sollten Sie sich gut informieren. Auch sie können Nebenwirkungen haben. Wir lehnen jede Haftung ab und empfehlen einen Arzt, eine Ärztin oder Heilpraktiker zu konsultieren, falls keine Besserung eintritt oder Beschwerden sich verschlimmern oder längere Zeit anhalten.




