Heilwirkung
Der typische Wirkstoff und Geruch des Thymian kommt vom ätherischen Öl Thymol. Dieses wirkt verdauungsfördernd und krampflösend auf das Verdauungssystem. Im Atemtrakt wird der Thymian auswurffördernd, schleimlösend und desinfizierend.
Essbare Teile und Gerichte
Vom Thymian kann das Kraut sehr vielseitig eingesetzt werden. In Saucen für Fleisch, beim Garen von Fleisch, im Salat, im Aperitif oder in Gebäcken.
Thymiansirup eignet sich besonders für Aperitifgetränke. Für ein Glas braucht man 3 cl Thymiansirup, 5 cl Grapefruitsaft, 13 cl Rimus Fresh und zum dekorieren einen frischen Thymainzweig. Alles mixen, ins Glas abfüllen und schon kann ein entspannter Sommerabend losgehen.
Kulturelle Bedeutung
Der Thymian galt früher als Antibiotikum der armen Leute. Als wichtiges Räucherkraut hat er auch seinen Namen erhalten: grieschisch thyein = räuchern. Und er sollte damit Mut machen – griechisch thymus = Mut, Kraft.
Wildpflanzen haben auch für die Biodiversität eine grosse Bedeutung
Sie sind zentral für Wildbienen und Schmetterlinge. Sie ernähren sich vom Nektar, legen einen Vorrat an Pollen als Nahrung für ihren Nachwuchs an oder die Pflanzen dienen als Futterpflanzen für die Raupen. Der Thymian wird gerne von Hummeln, wie der Steinhummel (Bombus lapidarius) und Honigbienen besucht. Auch der Goldzünsler (Pyrausta aurata), ein Nachtfalter, nascht den Nektar der kleinen, hübschen Blüten.

Anwendungsbereiche
- Verdauungssystem: Verdauungsschwäche
- Atemwege: Atemwegsverschleimung, krampfhafter Husten, Angina, Erkältung, Grippe, begleitend bei Keuchhusten
Bei der Anwendung dieser Pflanzen sollte wie bei Medikamenten immer eine Rücksprache mit einem Arzt oder Heilpraktiker erfolgen, um mögliche Nebenwirkungen zu vermeiden.


