Heilwirkung

Das Mädesüss kennt man durch den süsslichen Duft auf den Feldern. Es kann mit NSAR (eine Art von Schmerzmitteln wie Novalgin) interagieren / weist eine ähnliche Wirkung wie die NSAR auf: schmerzstillend, entzündungshemmend und antirheumatisch. Zusätzlich wirkt es noch fiebersenkend und antiseptisch.

Essbare Teile und Gerichte

Vom Mädesüss werden in der Küche die Blüten – ähnlich dem Holunder – verwendet.

Küchentipp: Einem Dressing gibt es einen süsslichen Geschmack, welcher im Sommer herrlich über dem Salat zu geniessen ist. Dazu braucht es 1 handvoll Mädesüssblüten, 3-4 Mädesüss Blätter, 1l Weissweinessig (mild) und 2-3 TL Honig. Die Blüten und Blätter auslegen und für eine Zeit liegen lassen. Anschliessend alles in ein Bügelglas geben und 4 bis 5 Tage an einem warmen Ort ziehen lassen. Dabei täglich das Glas drehen und schütteln. Nach 5 Tagen wird alles abgesiebt und durch einen Kaffeefilter gegossen bis der Essig klar ist. In Flaschen abfüllen und geniessen.

Kulturelle Bedeutung

Das Mädesüss war die Ausgangssubstanz in der Aspirinforschung.

Wildpflanzen haben eine grosse Bedeutung für die Biodiversität 

Sie sind zentral für Wildbienen und Schmetterlinge. Sie ernähren sich vom Nektar, legen einen Vorrat an Pollen als Nahrung für ihren Nachwuchs an oder die Pflanzen dienen als Futterpflanzen für die Raupen. Für den Violetten Silberfalter ist das Mädesüss die Raupenfutterpflanze. Nach der Befruchtung der Blüten bilden sich Nüsschen, die sich bis zum Frühjahr an den vertrockneten Blütenzweigen befinden können und Vögeln als Winterfutter dienen. Deshalb sollte man die Pflanze im Herbst nicht zurückschneiden.

Anwendungsbereiche

  • Bewegungsapparat: Rheumatische Erkrankungen, Schmerzen, Nervenschmerzen, Entzündungen

Bei der Anwendung dieser Pflanzen sollte wie bei Medikamenten immer eine Rücksprache mit einem Arzt oder Heilpraktiker erfolgen, um mögliche Nebenwirkungen zu vermeiden.

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