Heilwirkung

Die Melisse, umgangssprachlich als Zitronenmelisse bekannt, wirkt durch die ätherischen Öle auf das Nervensystem und wirkt da beruhigend und stimmungsaufhellend. Die Bitterstoffe entfalten ihre Wirkung in der Leber und Galle, indem sie die Gallesaftproduktion anregen. Sie wird bei Beschwerden in verschiedenen Bereichen angewendet, die durch das Nervensystem ausgelöst werden.

Essbare Teile und Gerichte

Die Melisse ist sehr vielseitig einsetzbar. Als Sirup in erfrischenden Getränken, in Kuchen als zitronige Note, verarbeitet zu einem Sorbet oder als Würzkraut zu Fisch oder Kartoffeln.

Ein eher unbekanntes Rezept ist das Melissenpesto. Dafür braucht man 125ml Olivenöl, 20g Pinienkerne, 50g Melisseblätter, Knoblauch, Salz und Pfeffer. Alle Zutaten in einen Becher geben und mit dem Pürierstab pürieren. Nach Geschmack noch mehr würzen und schon ist das Pesto bereit. Die Melisse kann beliebig mit anderen Kräutern gemischt werden.

Kulturelle Bedeutung

Hildegard von Bingen beschrieb die Melisse so: „Man lacht gern, wenn man sie riecht, da sie das Herz freudig stimmt.“

Die Beschreibung von Paracelsus: „Melissa ist von allen Dingen, die die Erde hervorbringt, die beste Pflanze für das Herz.“

Wildpflanzen haben auch für die Biodiversität eine grosse Bedeutung

Bestäubt werden die kleinen hübschen Blüten der Melisse von Hummeln und Wildbienen. Und sie ist die Raupenfutterpflanze des Goldzünslers (Pyrausta aurata).

Anwendungsbereiche

  • Nervensystem/Psyche: Unruhe, nervöse Einschlafstörungen, nervöse Verdauungsbeschwerden, nervöse Herzbeschwerden, Herzklopfen, Wetterfühligkeit

Bei der Anwendung dieser Pflanzen sollte wie bei Medikamenten immer eine Rücksprache mit einem Arzt oder Heilpraktiker erfolgen, um mögliche Nebenwirkungen zu vermeiden.

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