Heilwirkung

Der Kümmel wirkt durch seine ätherischen Öle verdauungsfördernd, blähungswidrig und krampflösend. Er gehört zu den klassischen Verdauungstees wie Anis und Fenchel.

Essbare Teile und Gerichte

Beim Kümmel wird meist die Frucht (Samen) verwendet, z.B. in Gebäck, Suppen oder Käse und Kümmelschnaps kennt jeder als „Verdauungsschnäpsli“ nach einer schweren Mahlzeit. Das Kraut und die Wurzel können in der Küche ebenfalls verwendet werden z.B. als Salat.

Als Salatdressing kann der Kümmel wie folgt verarbeitet werden: 0.5 dl Essig, 1 dl Leinöl, 1.5 dl Olivenöl, 2 dl Gemüsesaft, 2 EL Senf, 1 TL Kümmel gemahlen und weitere Gewürze nach Wahl. Alles vermischen und als Dressing verwenden.

Kulturelle Bedeutung

Kümmel ist eines der ältesten Gewürze, welches in neolithischen Fundstätten und ägyptischen Gräbern gefunden wurde. Damals nutzte man den Kümmel, um Dämonen fern zu halten. Eine Schale mit Kümmel unter dem Bett von unruhig schlafenden Kindern soll geholfen haben.

Wildpflanzen haben auch für die Biodiversität eine grosse Bedeutung

Sie sind zentral für Wildbienen und Schmetterlinge. Sie ernähren sich vom Nektar, legen einen Vorrat an Pollen als Nahrung für ihren Nachwuchs an oder die Pflanzen dienen als Futterpflanzen für die Raupen. Für die Raupe des gefährdeten Baldrian-Scheckenfalters ist die Wildstaude eine wichtige Futterpflanze.

Anwendungsbereiche

  • Verdauungssystem: Blähungen, Appetitlosigkeit, Völlegefühl, Bauchschmerzen, Meteorismus, leichte Magen-Darm-Krämpfe

Bei der Anwendung dieser Pflanzen sollte wie bei Medikamenten immer eine Rücksprache mit einem Arzt oder Heilpraktiker erfolgen, um mögliche Nebenwirkungen zu vermeiden.

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