Heilwirkung
Echtes Johanniskraut beinhaltet den roten Farbstoff Hypericin, der die Hauptwirkung entfaltet. Es wirkt innerlich eingenommen beruhigend und stimmungsaufhellend. Äusserlich angewendet wirkt das Johanniskraut wundheilend und entzündungshemmend. Durch den starken Bezug zu den Nerven, wird es häufig bei Schmerzen oder Verletzungen mit Nervenbeteiligung eingesetzt.
Auch Johanniskraut kann photosensibilisierend wirken. Deshalb sollte bei einer Einnahme oder äusserlichen Anwendung direktes Sonnenlicht gemieden werden.
NICHT mit Psychopharmaka und Immunsuppressiva einnehmen.
Essbare Teile und Gerichte
Johanniskraut ist nicht essbar. Es wird innerlich nur medizinisch verarbeitet angewendet.
Kulturelle Bedeutung
Nach Paracelsus ist das Johanniskraut auch die irdische Sonne. Sie symbolisiert einen starken Bezug zur Sonne durch ihre leuchtend gelben Blüten.
Wildpflanzen haben auch für die Biodiversität eine grosse Bedeutung
Sie sind zentral für Wildbienen und Schmetterlinge. Sie ernähren sich vom Nektar, legen einen Vorrat an Pollen als Nahrung für ihren Nachwuchs an oder die Pflanzen dienen als Futterpflanzen für die Raupen. Am Johanniskraut sammeln 16 Wildbienenarten Pollen an den Blüten. Auch die Raupen einiger Schmetterlinge nutzen sie als Nahrungsquelle.

Anwendungsbereiche
- Psyche: psychovegetative Störungen, depressive Verstimmungszustände, Angstzustand, Nervosität
- Bewegungsapparat: Nervenschmerzen, rheumatische Schmerzen, stumpfe Verletzungen wie Verstauchungen
Bei der Anwendung dieser Pflanzen sollte wie bei Medikamenten immer eine Rücksprache mit einem Arzt oder Heilpraktiker erfolgen, um mögliche Nebenwirkungen zu vermeiden.



